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Channel: Seite 384 – Unser Havelland (Falkensee aktuell)
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Falkensee: Machbarkeitsstudie für eine TSV Turn- und Freizeitwelt ist da!

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Der TSV Falkensee e.V. ist der größte Sportverein im Havelland. Über 10.000 Teilnehmer nutzen die knapp 40 bereits vorhandenen Sportgruppen, um beim Geräteturnen, beim Speedskaten, beim Einradfahren, beim Ringen oder beim Boxen mit dabei zu sein. Der Bedarf nach zusätzlichen Hallenzeiten und Sportflächen ist enorm. Am liebsten würde der TSV lieber heute als morgen eine eigene TSV Turn- und Freizeitwelt bauen.

Wer Mitglied im TSV ist, möchte sich gern körperlich betätigen. Insbesondere nach Corona ist die Nachfrage nach sportlichen Aktivitäten wirklich enorm. Der Sportverein mit Sitz in der Falkenseer Stadthalle möchte dem Bedarf gern nachkommen. In den meisten Sportgruppen ist das Limit aber bereits erreicht. Um weitere Sportler etwa in der Bewegungsschule, bei den Powerkids, beim Familiensport, beim Fitness, beim Wettkampfturnen, beim Parcours oder beim Cheerleading aufnehmen zu können, braucht es entweder noch mehr Hallenzeiten oder gar weitere Sportflächen.

Birgit Faber, Geschäftsführender Vorstand beim TSV Falkensee: „Wir haben in sehr vielen Sportgruppen das Potenzial dafür, weitere Mitglieder aufzunehmen. Daran gekoppelt ist aber die Notwendigkeit, dass sich etwas ändert.“

Bereits im Jahr 2008 hat der TSV darüber nachgedacht, eine eigene Sportwelt zu bauen. Diese Idee wurde nun noch einmal neu aufgegriffen.

Birgit Faber stellte die Idee einer neuen „TSV Turn- und Freizeitwelt“ am 8. Mai im Ausschuss „Stadtentwicklung, Umwelt, Klima und Mobilität“ der Stadt Falkensee vor: „Wir haben 25.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie investiert. Sie wurde federführend von Danila Borchert vom Architektenbüro BEHZADI + Partner realisiert. Nun können wir den Stadtverordneten eine konkrete Idee von unseren Vorstellungen vermitteln. Uns geht es ja darum, Falkensee in sportlicher Hinsicht attraktiver zu gestalten. Insbesondere die Kinder und die Älteren haben unter den Corona-Maßnahmen sehr gelitten. Sie haben ein Bewegungsdefizit und würden definitiv gern mehr Sport treiben.“

Im Gegensatz zu früheren Überlegungen möchte der TSV nun gern mit der Geschäftsstelle, dem Geräte-Fitness und der Bewegungslandschaft in der Falkenseer Stadthalle bleiben, um zusätzlich eine TSV Turn- und Freizeitwelt zu bauen.

Wie diese Sportwelt aussehen würde und wo man sie bauen könnte, das stellten Birgit Faber und Carsten Klinke proaktiv im Ausschuss vor – als reine Diskussionsgrundlage für zukünftige Entscheidungen.

Zentraler Punkt im vorgestellten Plan einer Turn- und Freizeitwelt wäre eine eigene Turnhalle vor allem für die gerätegestützten Sportarten. Birgit Faber: „Eine gedeckte Sportfläche fehlt uns einfach.“

Diese Sporthalle könnte auf dem jetzigen Schotter-Fußballplatz gebaut werden, der an der Kreuzung Rosenstraße und Ringpromenade zu finden ist. Birgit Faber: „Damit das gelingen kann, müsste die Stadt Falkensee dem TSV das Grundstück allerdings zur Verfügung stellen. Darüber ist noch nicht gesprochen worden, wir stellen ja gerade erst unsere Idee vor.“

In der neuen Halle hätten laut Machbarkeitsstudie eine Geräteturnhalle mit 1.012 Quadratmetern, eine Kinderbewegungslandschaft mit 131 Quadratmetern sowie verschiedene Geräteräume, Umkleiden, die Technik und ein Foyer Platz. Im Obergeschoss könnte man noch zwei Mehrzweckräume unterbringen.

Birgit Faber: „Beim Bau der neuen Sporthalle würden wir natürlich mit Photovoltaik auf dem Dach, erneuerbaren Energien bei der Wärmegewinnung, einem Gründach und einer Regenwasserverwendung planen, um den Gedanken der Nachhaltigkeit mit Leben zu füllen.“

Und wo der TSV schon einmal den Planungsstift in der Hand hatte … hat man noch ein Stück weiter gedacht und aus dem alten Rasenfußballplatz an der Ringpromenade eine moderne Sportlandschaft gemacht, den „Aktiv-Sport-Park“.

Birgit Faber: „Auch hier haben wir uns ohne einen konkreten Auftrag einfach einmal vorgestellt, wie man die vorhandene Fläche effektiver nutzen kann – und zwar so, dass wir auch Sportarten abbilden können, die so zurzeit im Stadtbild von Falkensee noch gar nicht vorkommen.“

So könnte man auf der aktuellen Fläche gleich drei Fußball-Kleinspielfelder unterbringen, eine Speedskatingbahn bauen, einen Parkour-Bereich errichten und eine Boulder-Kletterstrecke realisieren. Eine Boccia-Anlage wäre ebenso möglich wie ein inklusiver Spielplatz, ein Outdoor-Fitness-Parcours, Beachfelder, eine Freilufthalle und ein Aussichtsturm. Sogar ein kleines Café und ein Sporthotel für die nächtliche Unterbringung von angereisten Wettkampfsportlern wären möglich.

Carsten Klinke, der seit über 20 Jahren im TSV aktiv ist: „Unsere Aufgabe ist es, den Sport voranzubringen. Unsere Studie zum Aufbau einer TSV Turn- und Freizeitwelt ist 80 Seiten dick, im Ausschuss haben wir nur eine Zusammenfassung präsentiert. Kernpunkt ist unsere Bedarfsanalyse, die uns in viel zu vielen Sportarten am Limit sieht. Wir schreiben leider viele Absagen an neue Sportler, die gern Mitglied in einzelnen Sportgruppen werden möchten, weil wir einfach keinen Platz haben. Der Aktiv-Sport-Park wäre eine Möglichkeit, ganz neue Sportarten wie Parkour oder Boccia zu realisieren.“

Carsten Klinke: „Wir brauchen zunächst ein Grundstück, dann erst können wir auch über Kosten sprechen.“

Birgit Faber: „Unsere Frage ist: Ist es gewünscht, dass dem TSV eine Fläche vorrangig für die neue Sporthalle zur Verfügung gestellt wird?“ Darauf steht eine Antwort noch aus. (Text/Foto: CS, Visualisierungen: BEHZADI + Partner Architekten BDA Generalplanung)

Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 207 (6/2023).

Der Beitrag Falkensee: Machbarkeitsstudie für eine TSV Turn- und Freizeitwelt ist da! erschien zuerst auf Unser Havelland (Falkensee aktuell).


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