Sehr viele Menschen im Havelland wohnen in einem Einfamilienhaus im Grünen. Das sorgt für einen großen Standortvorteil. Die Hausbesitzer können eine eigene Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach errichten – und sich auf diese Weise weitestgehend von der deutschen Energiekrise abkoppeln. André Müllers aus Dallgow-Döberitz hat sich mit der Firma ESAM selbstständig gemacht – und bietet die Planung und Installation von Solaranlagen aus einer Hand an. (ANZEIGE)
Die Strompreise sind nach Corona förmlich explodiert. Zurzeit sind sie zwar wieder etwas gesunken. Auf lange Sicht gibt es für sie aber nur eine einzige Richtung – steil nach oben.
Viele mittelständische Firmen mit einer eigenen Fertigungshalle haben bereits erkannt, dass eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sehr wohl dabei hilft, die Energiekosten deutlich zu deckeln und somit in den Griff zu bekommen.
Was für die Unternehmen gilt, findet aber auch im privaten Umfeld Anwendung. André Müllers stammt aus Berlin-Spandau. Er lebt aber bereits seit neun Jahren in Dallgow-Döberitz. Mit seiner Familie wohnt er in einem kleinen Einfamilienhaus mit Garten, wie es typisch für das umliegende Havelland ist. Und selbstverständlich ist auf seinem Dach bereits eine Photovoltaik-Anlage mit mehreren Paneelen installiert.
André Müllers: “Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage hat man bereits nach wenigen Jahren wieder eingespielt. Anschließend liefert die Anlage aber weiter Strom für den eigenen Gebrauch – ohne weitere Kosten, sieht man einmal von der Wartung ab. Auf lange Sicht ist die Investition in die Kraft der Sonne also eine, die sich immer auszahlt. Da die einzelnen Module inzwischen deutlich leistungsstärker sind als früher, akann man heute auch schon mit einer kleinen PV-Anlage viel Strom generieren. Man kann natürlich auch klein anfangen – und die eigene Anlage nach und nach erweitern.”
Image may be NSFW.
Clik here to view.
Vor zwei Jahren hat sich André Müllers selbstständig gemacht – und die Firma “Energy Service André Müllers” gegründet. Das Unternehmen, ESAM abgekürzt, plant, baut und wartet Photovoltaik-Anlagen, Wallboxen und Batteriespeicher. Alles aus einer Hand und mit einem Ansprechpartner, der direkt in der Nachbarschaft wohnt: Das ist das Angebot, das André Müllers dem Havelland unterbreiten kann: “Immer wenn ich in der Region unterwegs bin, sehe ich Häuser, auf deren Dächern noch keine PV-Anlage installiert ist. Das könnten alles die Strom-Selbstversorger von morgen sein. Ganz klar muss man sagen: Je mehr Strom man selbst verbraucht, umso mehr lohnt es sich, in eine PV-Anlage zu investieren.”
Platz ist auf dem kleinsten Dach. Gern schaut sich André Müllers die Begebenheiten vor Ort bei einem Kunden an, plant eine Photovoltaik-Anlage und nennt am Ende einen Preis – und die Jahresfrist, nach der sich die neue Anlage bezahlt gemacht hat: “Viele Hausbesitzer haben bereits beim Hausbau ein Leerrohr mit eingeplant, sodass wir die Stromleitungen leicht vom Dach durch das ganze Haus bis in den Wirtschaftsraum im Keller ziehen können. Wo das nicht möglich ist, gehen wir außen am Haus entlang – etwa gut versteckt hinter der Regenrinne. Unsere Alu-Rohre sind nur 32 Millimeter stark. Im Keller wird dann der Wechselrichter installiert, der aus Gleichstrom Wechselstrom macht. Erst dann kann der auf dem Dach erzeugte Strom im häuslichen Stromnetz verwendet werden.”
Gerade in den hellen Sommermonaten reicht der Strom vom Dach oft bereits aus, um den Strombedarf im eigenen Haushalt abzudecken. Nur in den dunklen Monaten gilt es, die zwangsläufige Stromlücke mit regulärem Strom aus dem Stromnetz auszugleichen.
André Müllers, der übrigens gelernter Vermessungstechniker ist: “In den hellen Monaten von März bis September ist es wichtig, den selbst produzierten Strom so effizient wie nur möglich zu verbrauchen, da eine Einspeisung ins Netz nicht wirklich finanziell lohnend ist. Ich rate meinen Kunden deswegen dazu, neben dem Wechselrichter auch noch einen Stromspeicher an die Wand zu schrauben. Hier reichen bereits Stromspeicher von sieben bis zwölf Kilowattstunden aus, um etwa in der Nacht den Strom zur Verfügung zu stellen, der gebraucht wird. Viele Kunden haben aber auch schon eine Wärmepumpe installiert oder fahren ein E-Auto, das sich über eine eigene Wallbox mit dem Strom vom Dach aufladen lässt.”
André Müllers fungiert bei einem neuen Auftrag stets als Generalunternehmer, der verschiedene Nachunternehmen mit den anstehenden Arbeiten beauftragt und überwacht.
Image may be NSFW.
Clik here to view.
Vieles hat sich in den letzten Jahren getan. Die neuen Module können nicht nur bei schlechtem Wetter oder bei einem ungünstigen Neigungswinkel auf dem Dach mehr Strom als früher generieren. Inzwischen gibt es auch PV-Anlagen mit einem Notstrombetrieb. André Müllers: “In diesem Fall könnte ich bei einem Strom-Blackout einige dafür vorbereitete Steckdosen weiter verwenden, etwa, um ein Handy aufzuladen, eine Kochplatte zu betreiben oder eine Lampe anzuschließen. Auch wenn der Akku auf diese Weise geleert wird: Am nächsten Tag wird er über die Sonne wieder aufgeladen.”
Was kostet so eine PV-Anlage auf dem Dach eigentlich? André Müllers: “Das kann man so pauschal nicht sagen. Das hängt ja von der Größe des Solarfeldes, von den baulichen Begebenheiten und von der Größe eines Speichers ab. Ich denke, bei einer durchschnittlichen Anlage mit sieben kWh Speicher liegen wir bei 14.000 Euro. Mit 20.000 Euro hat man bereits eine sehr gute Anlage. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen mehr gesetzt. Bei einer guten Planung haben sich die Anlagen nach 12 Jahren amortisiert.”
Zurzeit gibt es so etwas wie eine gewisse “Solarmüdigkeit” auf dem Markt: Die Kunden sind zurückhaltender als sonst. André Müllers: “Das stimmt. Ich denke, das hängt mit der Energiekrise vor zwei Jahren zusammen. Die Stromkosten sind zu der Zeit so explodiert, dass viele Familien, die eh schon über eine PV-Anlage nachgedacht haben, diese noch schnell in Auftrag gegeben haben. Der Markt ist zu der Zeit förmlich explodiert. Da sind auch viele neue Firmen auf den Markt gekommen. Der Markt hat sich jetzt etwas konsolidiert, es haben auch nicht alle Anbieter überlebt. Jetzt nimmt das Interesse an einer Solaranlage aber wieder zu – und die Menschen beginnen erneut zu rechnen, ob sich das nicht wirklich lohnen könnte.”
Die Dallgower Firma ESAM braucht nach eigener Auskunft eine Vorlaufzeit von vier bis sechs Wochen, bis die ersten Arbeiten auf dem Dach neuer Kunden beginnen können.
Image may be NSFW.
Clik here to view.
André Müllers: “Ich bin von Anfang bis zum Ende für die Kunden da. Das beginnt mit der Beratung, findet mit der Installation ihren Fortgang und endet damit, dass der Elektriker die Fertigstellung der Anlage beim Netzbetreiber meldet. Danach sind wir darauf angewiesen, dass der Netzbetreiber schnell den Schalter umlegt und die neue Anlage freigibt.” (Text: CS / Fotos: CS + Clipart.com)
Info: Energy Service André Müllers, Luisenstraße 1, 14624 Dallgow-Döberitz, Tel.: 0155 66064669, www.energyservice-am.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 228 (3/2025).
Image may be NSFW.
Clik here to view.
Der Beitrag Volle Solarkraft voraus: André Müllers stellt den Kunden die Solaranlage aufs Dach! erschien zuerst auf Unser Havelland (Falkensee aktuell).